gut gebrüllt

Tetraback

Dass es bei der Verwertung von alt gewordenem Gebäck durchaus Alternativen zur Verklappung in Milchprodukten gibt, hat mir M. gestern aufgezeigt. So muss man Kuchen, der nicht aufgegessen wurde, nicht zwingend in den Joghurt bröseln, man kann ihn auch einfach nochmal backen. Und nochmal. Und nochmal. Exemplarisch praktiziert wurde das bereits mit den Resten des Kuchens, den ich zu M.s WG-warming-Party am Montag beigesteuert hatte. Ihre Mitbewohnerin hatte anschließend die paar übrig gebliebenen Stücke aufbewahrungshalber auf den Boden des Backofens gestellt. Dort wurden sie auch einige Tage später mit großem Hallo wiederentdeckt. Die Identifizierung gestaltete sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr ganz trivial, zwischendurch war die Backröhre nämlich bereits dreimal im Einsatz gewesen. M. räumte auch abschließend ein, dass es dabei jeweils “schon ein bisschen seltsam” gerochen habe.

Eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für das Holzkohlesurrogat liegt anlässlich der gerade gestarteten Grillsaison auf der Hand. Vergleichsstudien zum Verheizverhalten verschiedener Kuchensorten laufen noch, fest steht aber bereits, dass die in einigen Rezepten enthaltenen Brennwertangaben wohl jahrelang falsch interpretiert wurden und ihnen ganz neue Bedeutung zugemessen werden muss.

link - 16.04.2005 | 21:50

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