gut gebrüllt

“Du bist der Ausweg aus der Spaßgesellschaft.”

link - 27.02.2006 | 17:33

216%iger Schamane

K. sprengt beim Krisenbewältigungs-Psychotest sämtliche Rekorde:
1a Schamane!

link - 26.02.2006 | 22:21

astronomische Objekte im Großraumbüro

T., das schwarze Loch der E-Mail-Korrespondenz. Sendet man ihm drei Fragen, beantwortet er eine halb. Auf Nachfragen stellt er sich tot oder blöd. Attachments die man ihm zukommen lässt, gehen garantiert verloren.

link - 25.02.2006 | 18:49

ein ount funfsik

Laenderverwirrung
Gut, von Kartografen erwartet wohl auch niemand, dass sie Anisschnaps herstellen können.

(gefunden bei Pastis 51 unter Dites “51″.)

link - 18.02.2006 | 11:52

pfeif drauf!

[Edit: bestimmt von hier inspiriert.]

link - 10.02.2006 | 14:57

komplifizier my life

Meine Überzeugungen zu ändern ist so schwierig nicht. Für Vernunft und Logik bin ich durchaus zugänglich und wenn die Empirie Sturm klingelt, öffne ich ihr grundsätzlich gut gelaunt die Tür und trällere: Hätt’ ich Dich heut erwartet, hätt’ ich Kuchen gemacht! Das Hereinbitten, habe ich mir vorgenommen, werde ich künftig allerdings davon abhängig machen, was da eigentlich vor der Tür steht. Denn Unwissenheit ist ja manchmal doch ein Segen. So hat mich F. zum Beispiel einmal in einer groß angelegten Blindverkostung davon überzeugt, dass H-Milch geschmacklich direkt aus der Hölle kommt, weshalb ich seitdem aus voller Überzeugung nur noch Frischmilch kaufe, die man aber schlecht auf Vorrat lagern kann, was zur Folge hat, dass ich jetzt meistens keine Milch da habe, wenn ich welche brauche. Nachdem der F. auf diese Weise mein Leben wieder ein bisschen komplizierter gemacht hat, hat er sich unter dem Vorwand der Erwerbstätigkeit auf den Balkan verpisst, damit er weit genug weg ist, als dass ich ihm von hier aus noch nachträglich dafür auf die Nase hauen könnte.

Ist ja kein Wunder, dass man sich da in seiner Frustration auf der Suche nach Rat und Lebenshilfe ans gedruckte Wort wendet. Die Januarausgabe der brand eins kam mir äußerst gelegen: “Wenn die Dinge kompliziert werden, muss man draufhauen.” steht da unter anderem drin. Das ist mal ein Rezept nach meinem Geschmack, denke ich, und überlege schon, an welcher Stelle ich direkt mal mit dem Draufhauen anfangen könnte, aber einige Zeilen später folgt im Artikel “Einfach mehr” von Wolf Lotter bereits die Ernüchterung:

“Der österreichische Physiker und Kybernetiker Heinz von Foerster ergänzte sinngemäß: Jeder Versuch, die Komplexität zu reduzieren, erhöht die Komplexität an einem anderen Ort. Man müsse, fügte er später hinzu, schon ziemlich doof und arrogant sein, um zu glauben, man könne die Dinge an sich in den Griff kriegen.”

Das klingt einleuchtend, man denke nur an diverse Hauptsätze der Thermodynamik, aber draufhauen schadet ja vielleicht trotzdem nichts. Vermutlich hat sich das auch der o. g. Autor gedacht und deswegen für den weiteren Text als sein Hau-drauf-Objekt die Autoren von Lebensvereinfachungsratgebern auserkoren, allen voran Werner Tiki Küstenmacher. Gewisser Schadenfreude kann ich mich da nicht erwehren, denn dessen bekanntestes Buch hatte auch ich schonmal in der Hand. Nicht besonders lange allerdings, da es sich bereits in der Balzphase Unverzeihliches geleistet hat. WTK empfiehlt seinen Lesern z.B. sinngemäß: Lesen Sie keine Tageszeitung. Der Informationsgehalt sei in Relation zum Leseaufwand gering, stattdessen rät er zur Rezeption der TV-Nachrichten. Alternativ sei es auch in Ordnung, das Zeitunglesen an andere Familienmitglieder zu delegieren, auf dass diese den Dschungel der gedruckten Informationen, in dem hinter jedem Gebüsch Irrelevanz und Redundanz lauern, tagtäglich durchkämmen und Wichtiges und Interessantes für den simplifizierwilligen Familienpascha (m/w) ausschneiden.

Man möchte doch vermuten, dass Millionen von Menschen sich Familie und/oder Mitbewohner nicht primär danach ausgesucht haben, dass diese beim Selektieren von Zeitungsartikeln anhand der Kriterien wichtig und interessant die gleichen Filterregeln anwenden wie man selbst. (Auch wenn dies möglicherweise einen schlüssigen Legitimationsgrund für die ein oder andere Liaison liefert, deren Zustandekommen für Außenstehende anhand anderer Motive nicht nachvollziehbar ist.) Haben zum Ausschneidedienst abkommandierte Familienmitglieder außerdem nicht auch ein Recht auf ein simplifiziertes Leben? Und was machen Menschen, die kein Fernsehgerät besitzen und dazu noch alleine wohnen? Darauf hat das Buch natürlich keine Antworten parat.

Wenn Sie diesen Text bis hierher verfolgt haben, gehören Sie vermutlich wie auch ich zu den bemitleidenswerten da unsimplifizierten Geschöpfen, die noch alles ungefiltert selbst lesen müssen. Sollte Ihnen hingegen eine mit der Informationsselektion beauftragte Person diesen Text nahegelegt haben, so empfehle ich Ihnen, selbige zusammen mit dem Autor eines beliebigen Lebensvereinfachungsratgebers in einen Sack zu stecken und – na was wohl? Draufzuhauen.

link - 05.02.2006 | 20:27