gut gebrüllt

ärztliche Zusatzqualifikationen

Bandscheibenvorfallpatienten, deren Lendenwirbelbereich ein Arschgeweih ziert, sollten zur Vermeidung von unbeabsichtigtem Rapportversatz Chirurgen mit Tapeziererfahrung konsultieren.

link - 27.02.2005 | 01:59

Kann passieren.

Knutschfleck-Look-Alike in Form von Langeoog erzeugt durch versehentlich falsch herum angezogenes T-Shirt, dessen Waschetikett bis zur Entdeckung des Irrtums ausreichend Gelegenheit hatte, am Hals lang zu schubbern.

link - 21.02.2005 | 20:05

Keine Bananen, keine Schweine.

Projektarbeit, viertel vor Abgabe. Endlich – nach wochenlangem hin und her, hauptsächlich daraus resultierend, dass dem verantwortlichen Betreuer der Bedeutungsunterschied der Wörter betreuen und bremsen wohl nicht ganz geläufig zu sein scheint. Natürlich ist es kein besonders guter Stil, Schuld auf andere abzuwälzen, deswegen behaupte ich hier fürs Protokoll mal eben noch reuemutig, es lag bestimmt alles nur an mir (ihr wisst ja wie’s gemeint ist). Und jetzt wird sowieso alles gut. Zumindest fast, denn Co-Projektpartner F., sonst eigentlich für allerhand Blödsinn zu begeistern, verdreht derweil die Augen, weil ich darauf bestehe, an unauffälliger Stelle noch zwei Absätze aus der EU-Importverordnung für Bananen unterzubringen, um so beiläufig zu beweisen, dass sich das Werk ohnehin niemand vollständig durchlesen wird (Günter Wallraff würden vor Rührung die Tränen in den Augen stehen). Persönliche Querelen kurz vor Schluss müssen aber nicht sein, deswegen bin ich kompromissbereit, also kein Bananen-Content, okay.

Umgehendes Abrücken vom pflaumenweichen Konsenskurs allerdings, als er etwas von einem Dankeswort fabuliert. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Für die Anreicherung mit fachfremdem Inhalt einigen wir uns auf ein vorwortartiges Zitat. “Und Piggeldy und Frederick gingen nach Hause.” schlage ich vor. F. schaut mich an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank – was möglicherweise eine völlig korrekte Diagnose darstellt. Hauptsächlich deshalb, weil mein Nachbar (jawohl, der mit den verknitterten Hemden) ganz gerne mal unter fadenscheinigem Vorwand meine Glühweintasse vom 568. Dresdner Striezelmarkt 2002 ausleiht und bei Rückforderungsbestrebungen meinerseits dreist behauptet, er wäre zwar im Besitz einer Tasse, auf die die Beschreibung des von mir gesuchten Stücks Geschirr zutrifft, aber es handele sich dabei um sein Eigentum. Dass seine Argumentationskette nicht ganz schlüssig ist, weil er im Dezember 2002 nie nimmer nicht in Dresden war und schon gar nicht den dortigen Weihnachtsmarkt besucht hat, leuchtet ihm nach einer Weile auch ein, worauf er am Ende alles gesteht, die Verantwortung für die verschusselte Rückführung des Streubesitzes aber seiner Freundin in die Schuhe schiebt. Und da wären wir wieder bei den unberechtigten Schuldzuweisungen vom Anfang. Aber da wollte ich eigentlich gar nicht hin, sondern stattdessen nicht ganz so weit zurück, zum Vorschlag mit dem Vorwortzitat. Es stellt sich nämlich heraus, dass er (Achtung – hier jetzt aber wieder der Projektpartner, nicht der Nachbar) wohl eine reichlich traurige Kindheit gehabt haben muss: er kennt Piggeldy und Frederick nicht. Also gut. Keine Bananen, keine Schweine, kein Vorwort. Und “Annemarie, du musst an Visionen glauben” ist auch keine adäquate Beschriftung für den beiliegenden Datenträger, ich dachte es mir fast.

Dafür eben beim Nachhausekommen eine überraschende Entdeckung, die weitreichende Konsequenzen für meinen häuslichen Lärmpegel haben wird: Frau S. hüpft weithin sichtbar in ihrer hell erleuchteten Küche herum und schläft also offensichtlich um diese Uhrzeit nicht nur nicht, wenn jemand über ihr Stühle rückt.

link - 14.02.2005 | 04:28

S., mit der ich gelegentlich darüber streite, wer von uns beiden vor Jahren den Absprung aus der gemeinsamen Heimat eleganter hinbekommen hat – ich, nun im Osten der zwar immer noch selben Republik aber mit immerhin rund 500 km Abstand zum Heimatort, oder sie, mittlerweile im lediglich 50 km weit entfernten Land der Banken und Tankstellen, dafür aber einer richtigen Grenze dazwischen – S. also berichtet:

Star Wars Episode V heißt in Luxemburg “Dat Imperium knippelt retour”.

link - 13.02.2005 | 13:13

Das Konsortium für listige akademische Urheberrechtsverletzungen (KLAU) warnt: Wer Studenten unter Vortäuschung falscher Tatsachen Texte abnötigt, um diese anschließend als seine eigenen auszugeben, frisst auch kleine Kinder.

So, und jetzt alle! Sing along:

Doch eines Tages werd’ ich mich rächen
ich werd’ dir lächelnd alle Finger brechen
dann bin ich der Star, der auf dem Deckblatt steht
und dann tut es dir leid, doch dann ist es zu spät
zu spät.

link - 08.02.2005 | 23:45