gut gebrüllt

Vorsätze für 2005

der alptraumartige: Kühlschrank abtauen.
der vernünftige: fertig studieren.
der nachsichtige: meinen Nachbarn nicht mehr auf seine verknitterten Hemden ansprechen (wenn er aber, wie heute bemerkt, anderthalb Tage lang unbeabsichtigt mit einer Pappschiene im Kragen herumläuft, weil er sie vor dem Anziehen nicht aus dem neuen Poloshirt entfernt hat, dann ist das Kommentieren ausdrücklich erlaubt).
der anspruchsvolle: wenigstens mal halb so klug werden, wie die neue Brille mich aussehen lässt.
der entspannte: mehr lächeln.
der flexible: Ausweichkarriere als Aerobic-Animateurin auf dem AIDA-Clubschiff ins Auge fassen.
der stylische: keine Experimente mehr mit rosa Lidschatten.
der rachsüchtige: J. eins aufs Maul hauen, sollte er mir nochmal über den Weg laufen.
der solidarische: zwecks Erhalt ostdeutscher Arbeitsplätze zum Jahreswechsel anständig mit Rotkäppchen-Sekt betrinken.

link - 28.12.2004 | 21:28

heavy rotation

Anderthalbraumwohnung feat. Kerstin R. – Räum mich auf before you go go

link - 21.12.2004 | 14:08

Wohin mit so viel Geld?

Geld macht nicht glücklich. Sagt man ja so. Manchmal macht es sogar explizit unglücklich. Zum Beispiel, wenn man es gar nicht besitzt, aber es auf Wunsch wildfremder Menschen trotzdem verplanen soll. So geschehen gestern vormittag, als ich am Wetzlarer Platz von einem Antenne Thüringen Reporter Praktikanten angesprungen wurde, der mich mit dem Mikrofon unter meiner Nase gestikulierend fragte, was ich denn mit dem ganzen Geld anstellen würde, wenn ich morgen, also heute, denn gestern war ja heute morgen, eh klar, oder? Also falls ich heute den 25-Millionen-Euro-Lotto-Jackpot gewinnen würde. Ich hätte ihm gerne eine nette und eloquente Antwort gegeben, aber mir fiel selbst nach angestrengtem Nachdenken nichts sendefähiges ein. Das Übliche, also bisschen was sparen, bisschen was spenden usw. kann man ja nicht sagen, sowas wird ohnehin nicht über den Äther geschickt, bescheidene Menschen sind schließlich nichts fürs Radio. “Ein paar vernünftige Moderatoren und einen Stapel anständige CDs für euren Dudelfunk organisieren” habe ich als Vorschlag auch wieder verworfen. Ich war gerade nicht auf Krawall gebürstet und ein bisschen tat der Kerl mir auch leid, dass er zum Einfangen der Stimme des Volkes zu derart optimal geschmacksneutralen Fragen auf die Straße geschickt wurde. Was dabei in den meisten Fällen rauskommen dürfte hat man ja bei mir gesehen: nichts. So hab ich mich dann mit der wenig kooperativen Auskunft rausgewunden, dass mir dazu nichts einfällt, weil ich, wenn überhaupt, schon lieber mehr Zeit als mehr Geld haben würde und eigentlich so ganz zufrieden bin.

Von dieser Anwort hatte natürlich niemand etwas. Ihm fehlte immer noch eine crazy Monetenverjubelungsidee, die er wohlformuliert und möglichst wenig Nachbearbeitung erfordernd auf seine MiniDisc bannen wollte und ich war aufgrund meiner Einfallslosigkeit nachhaltig pikiert. Er hatte sich seinen Job aber wenigstens selber ausgesucht. Ich dagegen kann jetzt nicht unbedingt behaupten, dass die Konfrontation mit einer Person, die mir mit rot gefrorener Nase in der Fußgängerzone die falschen Fragen stellt, Ausdruck meines freien Willens war. Mit meiner Selbstdeklaration als zufriedener Mensch war es anschließend jedenfalls nicht mehr weit her, ließ es mir doch keine Ruhe, dass ich tatsächlich keine Ahnung habe, was ich mit so viel Geld anstellen würde. Dass ich mir bisher noch keinen Masterplan zurecht gelegt hatte, den ich nur aus der Tasche zu ziehen bräuchte, sollte ich eines Tages überraschenderweise – und den Jackpot zu knacken ohne überhaupt mitgespielt zu haben wäre in der Tat sehr überraschend – an eine größere Summe Geld gelangen. Verschärft wurde dieser Zustand beginnenden Missmuts noch dadurch, dass sämtliche Personen, die ich im Laufe des Nachmittags ebenfalls mit dieser Frage konfrontierte, umgehend detaillierte Pläne zum Verjuxen der Summe parat hatten und mit leuchtenden Augen schilderten, was sie alles an- und abschaffen würden bzw. dass sie in so einem Fall überhaupt nie wieder schaffen würden.

Ich kann es ja nun auch nicht ändern, dass meine Herzenswünsche überwiegend ideeller Natur sind und mir hauptsächlich unbezahlbare Dinge auf der Seele brennen. Dass der Besitz von Gegenständen mit Diddl-Dekor strafrechtlich verfolgt wird, zum Beispiel. Oder die Einführung der verpflichtenden Lehrveranstaltung “Der stilsichere Griff in den Kleiderschrank” für Männer in technischen Studiengängen. Dass mal jemand den Luftgewehrbesitz zur Beseitigung weihnachtlicher Außenwandgestaltung im nachbarschaftlichen Umfeld, insbesondere besackt und bepackt fassadenkletternder Weihnachtsmänner, zur allerersten Bürgerpflicht erklärt. So Sachen eben. Okay, ein Kühlschrank, bei dem das Gefrierfach groß genug ist, dass auch die Mövenpick-Eispackungen reinpassen. Das wäre wirklich nicht schlecht. Aber ein bisschen Wechselgeld bleibt dann wohl noch übrig.

link - 15.12.2004 | 09:38

Plattentip

Reifen wechseln.

link - 11.12.2004 | 08:26

Zorro zugeparkt.

Aus der Rubrik “Was macht eigentlich…?”:

Zorro wohnt heute in meiner Nachbarschaft, leidet an Rechtschreibschwäche und wird offensichtlich häufiger mal zugeparkt.

Zorro gestern und heute.

link - 07.12.2004 | 16:10